Verkehrssicherheitstag 2015

Rücksicht schafft Sicherheit

Zur Erntezeit steigt das Unfallrisiko im Straßenverkehr, wenn landwirtschaftliche Großmaschinen nahezu rund um die Uhr im Einsatz sind.

Damit sich alle Verkehrsteilnehmer auf Wegen und Straßen sicher bewegen können, gilt jetzt umso mehr das Motto des diesjährigen Verkehrssicherheitstages „Rücksicht schafft Sicherheit“. Auch die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) ist am 20. Juni auf dem Münchener Odeonsplatz vor Ort und gibt Tipps für Fahrer von Schleppergespannen. Mehr Rücksicht nehmen heißt zum Beispiel:

  • Genügend Abstand zum Vordermann halten, damit überholende Fahrzeuge einscheren können.
  • Das Abbiegen rechtzeitig und deutlich ankündigen.
  • Nicht an engen und unübersichtlichen Stellen und im Bereich von scharfen Kurven anhalten.

 

„Vor allem, wenn man es besonders eilig hat, ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und das Fahrzeug voll konzentriert im Straßenverkehr zu bewegen“, sagt der SVLFG-Vorstandsvorsitzende Arnd Spahn. Warntafeln müssen angebracht, die Beleuchtungsanlage funktionstüchtig und sauber sein. Konturmarkierungen auf Anhängern helfen, landwirtschaftliche Gespanne bei schlechter Sicht rechtzeitig zu erkennen.

Herab fallende Ladung wegen unzureichender Sicherung ist immer wieder Ursache schwerer Unfälle. Für jede Ladung gibt es die passende Sicherung: Planen, Netze, Anti-Rutsch-Matten, Zurrgurte – die Auswahl ist groß. Landwirte sollten sich gut beraten lassen, welche Sicherung für sie die richtige ist. Bei Zurrgurten kommt es vor allem auf ihre Belastungsgrenze und auf die richtige Zurrtechnik an.

Modulspiegel, die das Sichtfeld des Fahrers erweitern, oder Rückfahrkameras machen das Rangieren und Rückwärtsfahren deutlich sicherer. Sie können aber im Bedarfsfall die zweite Person, also den Einweiser, nicht ersetzen.

Was fährt, muss auch rechtzeitig zum Stehen gebracht werden können. Eine regelmäßige Prüfung der Funktionstüchtigkeit der Bremsanlage ist deshalb unerlässlich. Die Leistung der Bremsen muss auch für das voll beladene Gespann ausreichend dimensioniert sein. Ist dies nicht der Fall, kann der Anhänger nicht voll beladen werden. Bei Druckluftbremsen ist darauf zu achten, dass beim Ankuppeln alle Druckluftschläuche in der richtigen Reihenfolge verbunden werden. Bei Auflaufbremsen nicht vergessen, die Rangierblockade zu entfernen!

Die maximale Belastungsgrenze ist auf dem Zurrgurt ausgewiesen. Foto: SVLFG

 

 

Quelle: Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau vom 16.06.2015