Höhere Grundbeiträge

 

Im letzten Monat verschickte die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVFLG) die Beitragsrechnungen der Berufsgenossenschaft (LBG) für 2014. Insbesondere für die Unternehmer kleinerer land- oder forstwirtschaftlicher Unternehmen führte die Anhebung des Mindestgrundbeitrags zu einer Beitragserhöhung.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass der für 2013 gültige Mindestgrundbeitrag in Höhe von 60 Euro aufgegeben und dafür eine Regelung eingeführt wurde, die einen Mindestgrundbeitrag bis 87,5 Berechnungseinheiten vorsieht. Die genaue Höhe des jeweiligen Mindestgrundbeitrags ist immer erst zum Zeitpunkt der Umlagekalkulation bekannt. Für die Umlage 2014 berechnete sich ein Mindestgrundbeitrag von 80,85 Euro. Allerdings stieg auch der Höchstgrundbeitrag von 269,59 Euro auf nun 323,40 Euro.

Viele Mitglieder, die sehr kleine Flächen nutzen, bezeichnen den Mindestgrundbeitrag oft als zu hoch. Dabei wird auch auf die Kosten einer angeblich aufgeblähten Verwaltung hingewiesen. Tatsächlich reduziert die LBG ihren Personalbestand aufgrund gesetzlicher Vorgaben derzeit aber drastisch.

Mit dem Grundbeitrag werden im Wesentlichen die Verwaltungskosten und die Präventionsaufwendungen der LBG finanziert.

Bei den Verwaltungskosten handelt es sich insbesondere um die Personal- und Sachkosten für die Bearbeitung der Versicherungsfälle, die Aufwendungen verursacht haben. Allein im Geschäftsjahr 2014 haben sich in Unternehmen mit einer Betriebsgröße unterhalb von einem Hektar 2.690 neue Versicherungsfälle ereignet, von denen zwölf tödlich verlaufen sind. Hinzuzurechnen ist die Zahl schwerer Versicherungsfälle früherer Jahre, deren Unfallfolgen in 2014 medizinisch zu behandeln waren. Zu nennen sind aber auch die Kosten der Mitgliederverwaltung. Rund 1,5 Millionen Mitgliedsunternehmen sind bei der LBG erfasst.

Von der Präventionsarbeit profitieren auch kleinere Unternehmen. Durch die Prüfung der Sicherheitsstandards von technischen Fachgeräten, beispielsweise Motorsägen oder Rasenmäher, wird die Arbeitssicherheit aktiv verbessert. Kampagnen, wie zum Beispiel „Sichere Leitern“, fördern die Einstellung der Versicherten zur Arbeitsicherheit und damit zur Unfallverhütung.

Insgesamt bietet die LBG auch für die Versicherten kleinerer Unternehmen einen umfassenden Versicherungsschutz und eine kundenorientierte Betreuung zu einem angemessenen Beitrag. Für einen Beitrag in Höhe von insgesamt um 100 Euro jährlich sind das Mitglied, der mitarbeitende Ehegatte sowie Arbeits- und Aushilfskräfte versichert.

 

Quelle: Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau vom 09.09.2015